Damenkomitee Honigsmöhne Bonn e.V. von 1889

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Seniorentoürchen 2013
su soh dat us

Archiv 2013
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Seniorentoürchen nach Eltville

von Marie-Luise Mäurer

Wenn man eine Reise tut, dann kann man was erzählen. Und wenn das auch noch mit der Deutschen Bahn passiert, wird das Überraschungspaket gleich mitgeliefert, ob du willst oder nicht. Aber der Reihe nach. Am Samstag den 15. Juni 2013 trafen sich 11 gut gelaunte Honigsmöhnen auf dem Bonner Hauptbahnhof. Hille hatte die Tour liebevoll „Betreutes Kaffee!!–Trinken“ genannt und organisiert. Das Ziel unserer Begierde war Eltville, die Wein- und Rosenstadt

Sie hatte in Wort und Schrift von den einmaligen Rosengärten geschwärmt und jetzt wollten wir die Dinger sehen. Der angesagte Zug der ersten Etappe kam schon mal mit einiger Verspätung. Als wir dann endlich in dem roten Drachen saßen, öffneten unser Orga-Team ihre bis dato geheimen Kühltaschen, worin mindestens der Inhalt eines Kaufhaus-Regals an Dosen deponiert war. Mit Sekt Rosé oder Weiß, mit oder ohne Holundersaft und natürlich Ramazotti brachten wir einen Toast auf diesen Tag aus. Käse und Salami machte die Runde. Uns ging es so richtig gut!

In Koblenz angekommen war der nächste fahrbare Untersatz aufgrund der Verspätung natürlich schon über alle Berge. Das rief Gabi auf den Plan. Sie forderte lieb und nett aber bestimmt von der Frau Information Wiedergutmachung in Form von Kaffeebons. Da wir ein gutes Stündchen hier verbringen durften, richteten wir uns in dem Kaffee-Shop häuslich ein, tranken uns durch einige Kaffeesorten auf Lau und gingen dem sonstigen Publikum mit unserem rheinischen Gesang auf die Nerven. Das ist eines unserer leichtesten Übungen. Noch schnell Bilder in einem Raumanzug geschossen und die Flüssigkeiten entsorgt und man glaubt es kaum, dann sollte es weitergehen, immer unseren Rosen auf der Spur.

Die Bahn aber meinte es wieder gut mit uns. Das Transportmittel fuhr leider nur bis Kaub, weil auf der weiteren Strecke ein Zug entgleist war. Marie ming Droppe! Nach einiger Zeit waren wir in dem 900-Seelen-Örtchen, das zur Gemeinde Loreley gehört, angekommen. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten!!
Hier standen wir nun. Zu unseren Füßen der Vater Rhein und in diesem plätscherte das UNESCO-Weltkulturerbe. Unsere Weiterfahrt erfolgte mit einem Bus, der an jedem Baum hielt und u.a. auch noch eine alternde Rockergruppe – hässlich! – bis Rüdesheim beförderte. Das wir das noch erleben durften! Das Herz von Rüdesheim schlägt bekanntlich in der Drosselgasse. Hier tauchten wir in das Getümmel ein und da uns der Magen bereits auf den Knien hing, schmissen wir uns auf den ersten besten großen Tisch in einem der angepriesenen Gartenschänken mit der ebenso angepriese­nen Unterhaltungsmusik.

Diese Muppetshow war wirklich eine Wucht. So ein paar würdig gekleidete Marionetten quälten ein Klavier und ein Schlagzeug mit Wattebäuschen und ein Hustinettenbär flötete in eine Flöte! Ganz ohne Valium fingen die Augen nach kurzer Zeit an zu leiern. Wir ließen uns trotzdem das köstliche Essen schmecken und den Wein munden. Und stündlich grüßte das Murmeltier, hier in Form eines Glockenspiels. Wow!

Irgendwann zogen wir weiter in der weltberühmten Gasse. Da wir ja ganz auf Rosen getrimmt waren, konnten uns die Seilbahn zum Niederwalddenkmal und alle die anderen Sehenswürdigkeiten nicht jucken. Auch das Bimmelbähnchen musste auf seiner Rundfahrt durch die Rüdesheimer Gassen ohne uns düsen. Ein Laden mit tollen Hutkreationen hatte da schon mehr Chancen. Und nach einiger Zeit traten Hille und Gerda unseren weiteren Trip gut behütet an.

Da es ein Tagesausflug bleiben sollte, gönnten wir uns noch einen sündigen Eisbecher am Rhein und hielten nach dem Bus für die Rückfahrt Ausschau. Wieder in Kaub gelandet, hatten wir fast anderthalb Stunden Gelegenheit, uns an der Burg Pfalzgrafenstein zu erfreuen!!! Kaffeebons gab es hier leider nicht, auch für ein kostenloses Abendessen fühlte sich die Bahn nicht zuständig. Wenigstens durften wir die Wartezeit im stehenden Zug verbringen. Das war doch schon was.

Hille und das Orga-Team packten die restlichen Getränke aus und es wurde getanzt. Herrlich! Gegen 20:30 Uhr landeten wir alle wohl behalten in unserer Heimatstadt. Es war ein toller Tag, es wurde viel gelacht, trotz mancher Unbill. Und haben wir auch 22.000 versprochene blühende Rosenstöcke verpasst. Die Option steht – Eltville – nächstes Jahr wollen wir in ihnen wandeln!
Danke an Hille und die Orga-Crew für all Eure Mühe!